Ren Dhark
     
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Leserbriefe
April 2005

»Unsere neue Serie Sternendschungel Galaxis scheint den Nerv der Leser getroffen zu haben«, schrieb ich im letzten Monat. Prompt mußten wir in den Folgewochen einiges an Kritik einstecken. Aber nicht zum Inhalt, sondern… doch lesen Sie selbst:

Reemt Westphal (r.westphal@hima.com) meint:

Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem ich im letzten erschienenen Band des Ren Dhark-Bitwar-Zyklus Ihre Ankündigung gelesen habe, daß Sie eine weitere kurze Subserie geschaffen haben, war ich zwar einerseits interessiert, aber andererseits erneut schwer enttäuscht.
Warum? Sie zerreißen die Serie in (zu) viele kleine Fragmente. Dies fing mit dem CHARR-Zyklus an und wird jetzt mit dem Sternendschungel-Zyklus fortgesetzt.
Bisher hatten Sie die »Hauptbände«, die den Zyklus beschrieben und weiterbrachten. Zusätzlich gab es die Sonderbände, die spezielle Themen aufgriffen, aufbauten oder Hintergründe erklärten - und gerade solche Zwischenzeiträume wurden in der Vergangenheit in den Sonderbänden beschrieben!!! Und jetzt noch ein drittes Format???
Ich kann leider nicht verstehen, warum sowohl der CHARR- als auch der Sternendschungel-Zyklus nicht in den Sonderbänden erscheinen konnte. Zwei Paperbacks hätten einen Sonderband ergeben - warum also nicht? Ich kann dann auch den Preis für ein Paperback nicht akzeptieren, wenn zwei Paperbacks etwa den Seitenumfang eines Sonderbands haben und noch im Verhältnis mindestens gleich teuer sind wie ein gebundenes Buch.
Schade für mich, die Themen hätten mich schon interessiert, aber ich werde mir nicht noch ein Buchformat (oder besser gesagt: Heft) zwischen die gut aussehenden Bücher über Ren Dhark klemmen - das sieht nicht gut aus. Nein danke. Deshalb habe (und werde auch in Zukunft) ich mir diese Heftserien (weder CHARR noch Sternendschungel noch zukünftige) nicht kaufen - auch wenn mir meinetwegen die Informationen daraus fehlen. Ihr habt Euch auf eine »edle« Linie durch die Bücher eingefahren, verschlechtert Euch bitte nicht.
Sollten diese Hefte auch im Rahmen der Sonderbände erscheinen, werde ich sie mir zulegen.
Vermeidet bitte in Zukunft solche (aus meiner Sicht) Ausreißer und macht ansonsten so weiter mit der Buchreihe.
Mit freundlichen Grüßen
Reemt Westphal


Und Jürgen Kerckhoff (320024174636-0001@T-Online.de) schlägt in die gleiche Kerbe:

Sehr geehrter Herr Breuer,
seit vielen, vielen Jahren lese und sammle ich SF- und Fantasy-Romane, gehöre aber zu der schweigenden Mehrheit, die sich praktisch nie meldet. Der HJB-Verlag hat es jetzt aber mit Band 4 des Bitwar-Zyklus geschafft, daß ich zur Tastatur greife und mich äußere.
Ich besitze: alle Ren Dhark-Hefte, einschließlich der Hefte 99 - 133 des Projektes 99, die Ren Dhark-Taschenbücher des KELTER-Verlages, alle Ren Dhark Classic-, Drakhon- und Bitwar-Bücher sowie alle Sonderbände, dazu noch zwei Ren Dhark-Magazine.
Damit würde ich mich zu den treuen Dhark-Fans zählen. Allerdings bin ich als solcher nicht der Auffassung, daß der Verlag es diesen Fans schuldig ist - wie im Vorwort des Band 4 des Bitwar-Zyklus angegeben - »einige Produkte anzubieten, die man nicht an jeder Straßenecke bekommt.«
Ich kaufe meine Bücher gerne bei meinem Buchhändler »an der Straßenecke«, da ich sie vor dem Kauf gerne in die Hand nehme, und ärgere mich daher über die von Ihnen gemachte Aussage. Bei dieser Geschäftspolitik werde ich mich wohl in absehbarer Zeit nicht mehr zu den treuen Fans zählen dürfen, da sich in meiner Sammlung große Lücken auftun werden. Eigentlich habe ich mit den Ren Dhark-Büchern viel Spaß und lese sie gerne, aber mit der neuen Vorgehensweise vergeht mir der Spaß.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Kerckhoff


Sehr geehrter Herr Westphal, sehr geehrter Herr Kerckhoff
es tut uns leid, daß Sie Sternendschungel Galaxis ablehnen - aber es beruhigt uns, daß diese Ablehnung formelle Gründe hat und keine inhaltlichen. Warum machen wir neben unseren Buchausgaben solche Paperbacks, die zugegebenermaßen stark an einen Heftroman erinnern? Das hat vor allem zwei Gründe, die ich gerne nenne: Zum einen ist Ren Dhark ursprünglich ein Heftromanprodukt, dem eine an den Heftroman erinnernde Ausgabe als Paperback sicher nicht schaden kann. Zum anderen haben wir eine ganze Reihe von Lesern, die nach immer mehr Dhark-Lesestoff verlangen. Gleichzeitig ist uns durchaus klar, daß in wirtschaftlich schweren Zeiten wie diesen nicht jeder über ein unbegrenztes Budget für Ren Dhark verfügt. Daher sind unsere neuen Serien so angelegt, daß man sie nicht unbedingt kaufen muß und trotzdem weiterhin seinen Spaß an Ren Dhark haben kann. Ich halte das für einen gelungenen Kompromiß.
Und was den Preis angeht: Zwei Ren Dhark-Paperbacks enthalten stets mindestens zehn Prozent mehr Inhalt als ein Sonderband, in der Regel sogar 15 bis 20 Prozent mehr. Außerdem bieten sie zwei Titelbilder statt einem. So betrachtet sind zwei Paperbacks also sogar noch etwas preiswerter als ein Sonderband. Ich halte sie für ein gutes Angebot – ein Angebot, daß man wohlgemerkt nicht kaufen muß, um bei Ren Dhark auf dem laufenden zu sein, das man sich aber durchaus gönnen sollte, einfach um noch etwas mehr SF-Spaß pur zu genießen.
Eines muß ich zugeben: Die Formulierung »an jeder Straßenecke« war zu flapsig. Wer mich kennt, weiß, wofür das F. in meinem Namen steht und daß mir manchmal bei der Formulierung einfach die Gäule durchgehen. Dafür entschuldige ich mich. Andererseits halte ich es für absolut vertretbar, HJB-Exklusivprodukte anzubieten, wenn man nur so etwas Neues realisieren und Leserwünsche (auch wenn es zugegebenermaßen nicht die Ihren sind) erfüllen kann.

Roland Appel (Roa.Consult@ndh.net) geht mit seiner Kritik ins Detail:

Sehr geehrte Autoren,
lieber Hajo F. Breuer,
als einer der begeisterten Ren Dhark-Fans - seit der Heftreihe (Bd. 24) eingestiegen und mit den »Mysterious« seit 1967 leidlich vertraut und aufgewachsen - hat mich trotz aller Schwächen, die auch manche Kapitel Kurt Brands innehatten (die lächerlichen Ausflüge des Dhark-Teams zu Fuß auf Robon angesichts einer übermächtigen Ortungstechnik der Giants auf der Erde), die geheimnisvolle Geschichte immer begeistert. Leider kann ich mich trotz zum Teil schöner Weiterentwicklung der Geschichte im Drakhon-Zyklus nicht des Eindrucks erwehren, daß Sie zu oft ihre Autoren »Zeilen schinden« lassen. So unnötig wie der Norman-Dewitt-Unsinn bei Kurt Brand waren die Pakk-Raff usw. Hundegeschichten zu Beginn des Drakhon-Zyklus, die allein unser Labrador-Schäferhund-Colliemischling spannend fand.
Ein bißchen peinlich, weil ein Plagiat von E. E. Smith, erscheint mir die im »Drakhon-Zyklus« nachgeschobene Erklärung für die Energiequelle der Mysterious-Raumer. Bereits in den vierziger Jahren wurde für die »Lensmen-Raumschiffe« Metall in Energie umgewandelt, für erfahrene SF-Fans ein minderschwerer Fall, aber schade um die Geheimnisse einer Technik, die einst 800 % Belastung des Intervalls immer noch überstand.
Weitaus gravierender und beunruhigender erscheinen mir aber zwei Entwicklungen, die ich glaube beim Bitwar-Zyklus zu beobachten: Als vom »kalten Krieg« geprägter Autor der Sechzigerjahre war Kurt Brand jeder Militarismus fremd. Seine Storys wurden durch überzeugende Persönlichkeiten und ihre personale Kompetenz geprägt, die Besatzung der PO war und ist idealtypisch ein Haufen genialer Hippies, die das Band der Vernunft verbindet, und Ren Dhark ist ihr unverbesserlich humanistischer und trotz mancher Anfeindung (fast) pazifistischer Kopf. Daß Sie das so weiterschreiben, dafür großen Dank und Anerkennung!
Um so gähnend langweiliger und bis zum Erbrechen militaristisch erscheinen mir die »Schwarze Garde«-Episoden der ersten drei Bände des Bitwar-Zyklus, bei denen ich mich frage, ob hier jemand im Autorenteam oder der geschätzte Herausgeber seine Bundeswehrerfahrungen aufarbeiten muß. Was soll dieser tumbe Ausflug in die Sphäre von »harten Kerlen« mit reihenweisen Gemetzeln undefinierbarer Ursachen? Wie glaubwürdig ist ein Straßen- oder Dschungelkampf angesichts von überlichtschnellen Ortungen und turmdicken Vernichtungsstrahlen, über die schon die Giants verfügten? Wieso lassen sich die Greys, die über Antriebe verfügen, die den Mysterious ebenbürtig erscheinen, durch luftschachtkriechende Peinlichpersonen namens Buck oder Hojo erschrecken, die mich an den Bundesgrenzschutz erinnern, vor dem selbst die Polizeigewerkschaft rät, am besten 110 zu rufen, damit richtige Polizei kommt? Wie peinlich!
Eine zweite Schwäche, die Ren Dhark bei Kurt Brand immer vermieden hat, waren metaphysische Experimente und Exkursionen in das Zwielicht von Parapsychologie sowie Geschichten von »Zwischenwelten« und »Existenzebenen« à la Perry Rhodan. Ren Dhark ist dank Kurt Brand ein Kind der Aufklärung, unvoreingenommen dem Phantastischen in der Technik, Medizin und Wissenschaft zugetan, reist mit der PO in andere Kontinua, dreht aber niemals übersinnlich ab: Selbst das Gallertwesen, das die Gehirne der Flashpiloten irgendwo in den 20erbänden heilt und rekonstruiert, war ein biologisches Wesen im Hier und Jetzt.
Wenn die »Garde« jetzt den »Jungbrunnen« auf einem Planeten mit genmanipulierten Hunden findet, bricht diese Handlung mit einem Grundprinzip Brand’scher Traditionen: Unerklärbares, Mystisches, Übersinnliches zu vermeiden. Auch hier wurden »Zeilen geschunden.«
Zudem scheint die Story nicht zuletzt angesichts des von anderen Lesern ebenfalls angemahnten Gefälles zwischen M-Technologie und »Multikarabinern« der archaisch-terrestrischen Fußtruppen völlig deplaziert und gequält. Bitte, liebe Redaktion: Wenn ich schlechte Märchen lesen will, kann ich mir »Die Nebel von Avalon« und ähnliches Schmalzgenre von Zimmer-Bradley und Co. zuhauf kaufen. Wenn ich Militär geil finde, kaufe ich mir »Battletech« oder anderen SF-Schrott. Fehlt nur noch, daß RD abermals - nach den eingefügten Insekten des galaktischen Zentrums, nach den Grakos und den Zyzzkt wieder mal auf böse, vom unbekannten »Außen« kommende Insekten stößt, die man vernichten muß, weil sie eben böse sind - die »Frogs« der Raumpatrouille lassen grüßen.
Ren Dhark war immer anders, hat genau diesen platten Blödsinn vermieden. Wo bleiben die Ausflüge der POINT OF in andere Dimensionen und Kontinua, das Karmin, das blaßblaue, in dem sich ERRON-3 befindet, welche Hightech-Mysterien könnten sich noch vor den Augen der Menschen und Tentakel der Worgun verbergen, weil sie Generationen älter sind als Gisol, ja selbst als Margun und Sola? Ist wirklich ein blöder galaktischer »Blitz« das triviale Ende aller Hightech der Mysterious auf Dockyard, den Transmitterstraßen, auf Hope ebenso wie auf ERRON-1? Wie entwickeln sich »unsere« fast humanoiden galaktischen Intelligenzen, Utaren, Tel, Ducks, Amphis, Rateken, vor allem aber die Nogk miteinander?
Viele Rätsel warten darauf, gelöst zu werden. Ich wünsche sie mir ebenso ohne militaristische Männerbündelei wie ohne falsche Mystizismen von menschlichen, fehlbaren Akteuren mit Intellekt und Phantasie angegangen. Loben möchte ich aber auch noch: Mit der insgesamt veränderten Geschlechterrolle, wie sie Amy Stewart verkörpert, ist meine ganze Familie sehr zufrieden, und daß Dhark nicht mehr der »Commander der Planeten« ist, hat eine gute Stiftungslösung gefunden.
Ich hoffe, Sie können diese Kritik eines gutmeinenden Fans ertragen. Ren Dhark ist ein qualitativ hochwertiges Produkt, das von einer treuen Stammgemeinde getragen wird, der es auf ein paar Euro mehr oder weniger pro Buch sicher nicht ankommt. Ich meine, Sie haben das »Zeilenschinden« nicht nötig - bitte wieder mehr Ideen und Klasse statt Seitenmasse!
Herzliche Grüße
Roland Appel


Lieber Roland Appel,
das »Zeilenschinden« hatten wir noch nie nötig. In einem so großen Kosmos wie dem von Ren Dhark - wir haben bei HJB mittlerweile mehr als doppelt so viele Ren Dhark-Romane herausgebracht wie seinerzeit KELTER – muß es fast naturgesetzlich immer wieder einzelne Episoden geben, die dem einen Leser mehr zusagen als dem anderen. Objektiv betrachtet kann man allerdings kaum von Zeilenschinderei sprechen, denn in den von ihnen kritisierten Romanen stecken ebenso viele Ideen wie in den anderen - halt nur Ideen, die Ihnen nicht gefallen. Aber das ist etwas anderes.
Da Sie sich so viel Mühe gemacht haben mit Ihrer Kritik, möchte ich mir die Mühe machen und auf jeden Punkt der Reihe nach eingehen:
Das Thema »Nomaden« ist eines von denen, bei denen wir mal etwas Neues ausprobiert haben: In der SF verhalten sich selbst die absonderlichsten Fremdwesen in der Regel nach logischen Mustern, die den unseren ähneln. Die Nomaden tun das nicht. Warum soll man nicht auch einmal Erwartungen brechen?
Ich habe zwar - selbstverständlich - den »Lensmen«-Zyklus mit großer Begeisterung gelesen, aber der Tofirit-Antrieb hat mit den Geschichten von E. E. »Doc« Smith nichts zu tun. Sie dürfen nicht vergessen, daß wir auch heute schon Schwermetalle zur Energiegewinnung nutzen: Uran und Plutonium. Und dem superschweren Tofirit war diese Rolle von Anfang an zugedacht. Denn wenn man einmal logisch überlegt, ist eine achtfache Überlastung eines Intervallfeldes physikalisch unmöglich. Mehr als 100 Prozent Leistung gibt es nicht. Wenn in den ersten Romanen so etwas doch geschah, dann nur deshalb, weil die Meiler der POINT OF trotz Energiemangel kurzfristig auf Notleistung schalteten und dabei von ihrer eigenen Tofirit-Auskleidung kannibalisierten. Ren Dhark hatte damals einfach noch keine Ahnung von diesen Vorgängen.
Zur Schwarzen Garde: Selbst die ultimative High-Tech-Armee kann sich nicht immer hinter ihren Superwaffen verkriechen, sondern braucht das »Frontschwein«, das das Gelände säubert. Gerade die Episode an Bord des Grey-Schiffes zeigt doch, wie anfällig selbst ein superstarkes Kampfschiff gegen einen entschlossenen Angriff von innen sein kann. Stellen Sie sich nur einmal vor, über die Transmitter der POINT OF würde eine Gruppe feindlicher Elitekrieger eindringen - da nutzen die tollsten Superwaffen nichts, weil man sie eben nicht innerhalb des Raumschiffes einsetzen kann.
Ren Dhark ist heute sicher nicht mehr oder weniger »militaristisch« als zu Zeiten Kurt Brands. Auch in den frühen Romanen gab es militärische Handlungsebenen wie etwa die um Terra-XXX oder Marschall Bulton.
Ich widerspreche unseren Lesern ungern - vor allem denen, die sich die lobenswerte Mühe machen, mit uns über Ren Dhark zu diskutieren – aber Ihre Ausführungen zum Themenkreis »Sahara« und »Jungbrunnen« sind nicht zutreffend. Zum einen ist kein einziger Gardist an Bord des Ringraumers ANZIO. Zum anderen ist der »Jungbrunnen« eben kein parapsychologischer Ausflug, sondern eine GOLDENE (Klingelt’s? Mehr verrate ich aber keinesfalls!) Maschine, die offenbar eine eingebaute Sicherung gegen unbefugte Eingriffe von außen hat. Und auch Genmanipulationen an Tieren sind nun sicher alles andere als Parapsychologie.
Die terranischen Multikarabiner sind logische Handfeuerwaffen, denn tragbare Nadelstrahler können die Terraner bisher immer noch nicht bauen. Sie verfügen zwar nun über Baupläne für Nadelstrahlgeschütze - doch auch wer heutzutage weiß, wie man eine Kanone vom Kaliber 45 cm baut, ist deswegen noch lange nicht automatisch in der Lage, eine Pistole zu erschaffen.
Gerade für mich hatten die Ausflüge von Ren Dhark in andere Universen immer etwas von Übernatürlich-Kosmischem an sich, als ich noch reiner Leser war. Was soll nach dem Karmin und dem Blaßblauen kommen? Das Grüne? Das Rote? Ich halte diese Schiene für ausgereizt. Ebenso kann man nicht in jedem Roman eine neue Super-Hightech »entdecken«, wenn man Ausflüge ins Gigantomanische unterlassen will und Ren Dhark nach wie vor halbwegs nachvollziehbar bleiben soll.
Zu Grakos und Zyzzkt: Die waren nicht deswegen zu bekämpfen, weil sie »böse« waren, sondern weil sie ganz bestimmte Motive hatten, die Terraner bzw. die Worgun anzugreifen. Und ich glaube, daß wir diese Motive in den Romanen ausreichend dargelegt haben.
Ihr Lob bezüglich Amy Stewart freut uns, denn auch wir halten sie für eine vielversprechende Figur.
Für Ihre Kritik darf ich mich noch einmal ausdrücklich bedanken. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, freut es uns doch, wenn sich jemand soviel Mühe macht wie Sie, weil wir nur in stetigem Kontakt mit unseren Lesern Ren Dhark so weiterentwickeln können, daß wir alle noch viel Lesevergnügen mit ihm haben werden.

Die nächste Zuschrift kommt von Ragnar Szkudlarek (r.szkudlarek@systemetic.de):

Hallo HJB,
erst einmal Glückwunsch zur wirklich gelungenen Ausgabe 4 des Bitwar-Zyklus. Selten habe ich ein Buch so verschlungen wie dieses. Dieses Buch spiegelt den Grundtenor der Galaktischen Schnitzeljagd wieder, Balduren eröffnen eine neue Suche, und auch die Worgun und Ihre Mutanten scheinen noch einiges für uns Leser parat zu haben. Als eine echte Bereicherung der Charaktere hat sich Roy Vegas entwickelt, bei dem ich doch anfangs eher den Gedanken an einen Lückenbüßer hatte. Wirklich super finde ich das Zusammenfließen von Strängen aus verschiedenen Handlungsebenen und auch Zyklen. Bert Strangers Nase für eine gute Story hat uns wieder eine gute Einleitung zu einer neuen Handlungsebene geschenkt.
Was mir nur ein wenig Bauchschmerzen bereitet hat, ist der Kampf gegen die Noid. Die Noid beherrschen die absolute Massenkontrolle. OK - nur würde das heißen, daß diese kinetischen Waffen gegenüber unempfindlich sind. Ein Nadelstrahl hat aber nur eine indirekte kinetische Wirkung und hätte daher deutlich mehr Effekt zeigen müssen. Somit war der Einsatz der Wuchtkanone ziemlicher Unfug.
Eine Massenkontrolle setzen die Worgun ebenfalls ein. Bei einem Angriff durch Hy-Kon wird die Masse des Schiffes so weit erhöht, daß Hy-Kon nicht energiehaltig genug ist, um das Schiff aus dem Universum zu reißen. Diese Technik könnte übrigens genau so gegen einen Pressor- oder Traktorstrahl eingesetzt werden, dessen Wirkung ja auch abhängig von der zu bewegenden Masse und der zugeführten Energie ist.
Ich bin schon sehr neugierig, was Arc Doorn zu seiner Rechtfertigung zu sagen hat. Und auch wie es mit Wallis und seinem Eden weitergeht.
Wann verschickt Ihr Bitwar 5? Morgen?
Grüße.
Ragnar Szkudlarek


Hallo Ragnar,
Bitwar 5 geht in den nächsten Tagen in die Post. Zu den Noid oder Greys: Ein Traktorstrahl ist eine Art Klammer, mit der ein Gegenstand (ein Raumschiff) festgehalten werden kann. Dann nutzt ihm bei einem Beschuß mit Nadelstrahl auch die Massenkontrolle nichts mehr.
Das Thema Arc Doorn wird in den nächsten Monaten einen Schwerpunkt bei Ren Dhark bilden. Von Juli bis September erscheinen sechs Paperbacks im CHARR-Format, die ausschließlich Arc Doorn zum Thema haben.

Christian Bette (christian@anti-bug.de) hat einen Fehler auf unserer Homepage entdeckt:

Hallo!
Ich habe grade auf http://ren-dhark.de/classic/thema/point-of.htm gelesen, daß »die (Flash ...) über kein Transitionstriebwerk (...) verfügen«.
Dummerweise steht im aktuellen Band 4 des Bitwar-Zyklus, daß Roy Vegas seine Flash via Kurztransition ausschleust (Seite 210), außerdem meine ich, mich an viele Transitionen von Flash erinnern zu können, aber wo diese zu finden sind...(?)
Wo ich grade schon dabei bin, eben noch auf Seite 316 bzw. 317: »Die Intervallfelder blieben deaktiviert« (316) »desaktivierte der Hyperkalkulator das Doppelintervallum.« (317) Naja. Kommt vor. Denn wie war das noch gleich: Nur wer nichts tat, machte keine Fehler, und Nichtstun war der größte Fehler, den man machen konnte...
Ich bin mir sicher, daß Sie den Fehler auf den Seiten 316/317 bereits selbst bemerkt haben, bzw. von anderen Lesern darauf aufmerksam gemacht wurden, aber über den Text im "thema POINT OF" ist wohl noch niemand gestolpert.
Ich bin gerade dabei, »Die Straße zu den Sternen« noch einmal zu lesen, und mir fiel auf, daß der Commander von Shanton ein Formblatt 34 b2 verlangt, ein wie ich finde gelungener Scherz. Dieser (wie auch Wer Dro Cimc schon bemerkte) »herzliche« Kontakt geht meiner Ansicht nach in den neueren Bänden leicht verloren.
Ansonsten dickes Lob für die Weiterführung dieser wunderbaren SciFi-Saga! Nachdem ich 1998 auf dem Dachboden auf eine Kiste mit Heften der ersten Auflage von Ren Dhark gestoßen bin und 2000 auf die Neuauflage des HJB-Verlags, habe ich alle Bände der regulären Buchreihe nach und nach zusammenbestellt. Etwa 1999 habe ich eine Anfrage an den KELTER-Verlag (damals noch echte Postkarte) gerichtet und gefragt, ob es eine Neuauflage von Ren Dhark gäbe oder ob eine geplant wäre. - Immerhin bekam ich eine Antwort, wenn auch eine falsche... Anfang 2000 entdeckte ich durch Zufall im Weltbild Verlag Band 16 Ihrer Neuauflage.
Ich danke für etliche Stunden ausgezeichneter Unterhaltung in einer Welt, die ihresgleichen sucht.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Bette


Selber hallo!
Der Fehler auf der Homepage ist leicht zu erklären: Der Text ist noch etwas älter und aus einer Zeit, in der es tatsächlich nicht bekannt war, daß die Flash über ein Transitionstriebwerk verfügten. Das wurde ja – ebenso wie das Transitionstriebwerk der POINT OF– erst später entdeckt. Na gut, da müssen wir jetzt ran...

Die letzte Zuschrift für heute stammt von Hans-Albrecht v. Bornhaupt (VonBornhaupt@aol.com):

Hallo HJB-Verlag, hallo Herr Breuer,
vielen Dank für den 4. Band! Warum nicht gleich so!!! Vielleicht hat ja meine letzte Kritik an den drei vorangehenden Bänden doch etwas bewirkt!! Die Begründung für die kuriose Befreiung der Schwarzen Garde aus dem Raumschiff ist zwar an den Haaren herbeigezogen (und ist letztlich auch nicht begründbar!!! auch in der Science Fiction nicht!!) - aber der Zweck heiligt hier die Mittel!! Der 4. Band ist eindeutig spannender, ohne Längen und sprachliche Wirrungen! Der Unterschied ist so offensichtlich, daß ich mich schon frage, ob die ersten drei schwachen Bände als Rhetorikmittel zur Spannungssteigerung eingesetzt wurden. Plaudern Sie doch mal aus den Redaktionskonferenzen! Wollten Sie mit den drei Bänden vielleicht doch andere Leserschichten ansprechen?? Ich freue mich auf die nächsten Bände und hoffe, daß die Verirrungen der ersten der drei Bände nicht wieder auftauchen!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Albrecht v. Bornhaupt


Hallo Herr von Bornhaupt,
das hoffen wir natürlich auch – wobei ich nach wie vor Ihre Meinung über die ersten drei Bitwar-Bände nicht teilen kann. Aber so ist das eben mit intelligenten Menschen, die ihren Kopf dazu benutzen, sich eine Meinung zu bilden. Und die muß nun einmal nicht zwangsläufig mit den Meinungen der anderen konform gehen. Was zählt ist allein die Tatsache, daß Sie Ihren Lesespaß am vierten Bitwar-Band haben, und ich bin felsenfest davon überzeugt, daß das auch bei den folgenden Romanen so bleiben wird!

So, das war’s mal wieder für heute! Mehr Leserbriefe in einem Monat. Bis dahin verabschiedet sich mit felsenfest überzeugten Grüßen
Ihr und Euer Hajo F. Breuer

Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe bei einer Veröffentlichung sinnwahrend zu kürzen.

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