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Leserbriefe
April 2006

Der erste Leserbrief stammt diesmal von Reinhard Mittag (eurmi@t-online.de):

Sehr geehrter Herr Breuer,
ein dickes Lob für Sternendschungel Galaxis Band 1 - 12. Spannend und von der Themenauswahl originell geschrieben. Glückwunsch!
Leider kann ich dieses Lob für Bitwar nicht noch mal aussprechen. Was in Bitwar Band 9 und 10 geboten wird, bringt mein »RD-Weltbild« ins negative Wanken. Unabhängig davon, daß die Handlungsstränge meiner Meinung nach oberflächlich behandelt werden und ein Ziel so klar erkennbar ist wie die Alpen bei dickem Nebel, sollten Sie sich als Exposéautor Gedanken machen, wie die Originalserie an Qualität und Inhalt gewinnen kann.
In der Hoffnung, daß Kritik, auch an Sie persönlich, willkommen ist
R. Mittag


Sehr geehrter Herr Mittag,
Kritik ist mir sehr willkommen, denn ohne den ständigen Dialog mit den Lesern kann man nicht vernünftig arbeiten. Deswegen würde es mich ehrlich freuen, wenn Sie Ihre Kritik an den beiden Bitwar-Bänden konkretisieren könnten. Aus Ihren Zeilen kann ich nur entnehmen, daß Ihnen die Bücher offenbar nicht zugesagt haben. Aber reagieren kann ich nur dann, wenn ich weiß, was Ihnen daran nicht gefallen hat.

Matthias Scharf (MScharf@multicar.de) ist ein alter Bekannter aus dem Ren Dhark-Forum:

Liebes Ren Dhark-Team,
lieber Hajo F. Breuer,
ich möchte mich auf diesem Weg noch einmal zur derzeitigen Form der Paperbacks Sternendschungel Galaxis äußern:
Die Subserie Sternendschungel Galaxis ist, von der Form der Bücher einmal abgesehen, bisher interessant und gelungen. Die Themen in den Heftchen ergänzen die Serie gut und erklären die Ereignisse in der Zeit zwischen dem Drakhon- und Bitwar-Zyklus. Wir alle haben uns an die Paperbacks gewöhnt und können gut damit leben. Die Leser konnten hier schon eine Menge Abenteuer mit der PO lesen, die sehr gut ankommen.
Bei den letzten drei Paperbacks stört mich jedoch, daß es sich hier um eine zusammenhängende Story handelt. Man kann nicht SDG 11 lesen, ohne vorher SDG 10 zu kennen. Und das Heft basiert auf dem SDG 9, wo die Story beginnt. Wenn man das Ende der Geschichte wissen will, braucht man auch SDG 12 noch. Ich fände es besser, wenn in jedem Heft ein abgeschlossenes Abenteuer geschrieben stünde. Natürlich kann man einen Cliffhanger einbauen, der die Neugier auf den nächsten Band erhöht.
Hajo F. Breuer hat in einem Beitrag mal die SDG-Paperbacks als Einstieg in die Ren Dhark-Serie empfohlen. Ich meine, das ist nicht besonders gut möglich. Ein Neuling, der sich ein SDG-Heft kauft, z.B. den SDG 10, erhält eine aus dem Zusammenhang gerissene Geschichte ohne Anfang und Ende. Und zwischendurch werden noch weitere Handlungsstränge bearbeitet, z.B. die Nomaden. Er muß die anderen Paperbacks dazukaufen, wenn er die Geschichten ganz lesen und verstehen will. Nur, woher weiß ein Neuleser, was zusammengehört?
Ich meine, solche langen Storys gehören zusammengeschrieben in einen Sonderband oder ein anderes Buch. Das ist natürlich meine Meinung.
Es wird hier immer wieder auf das besondere Flair der Heftserie verwiesen. Zu diesem Flair gehört aber auch, daß ich in einem Heft ein Abenteuer lesen kann. Dann freue ich mich schon auf das nächste Heft mit dem nächsten Abenteuer. Ein Buch mit 90 Seiten ist ein Heft, und auf diesen vielen Seiten kann man eine Kurzgeschichte ganz gut beschreiben.
Bei der Mysterious-Reihe ist euch das sehr gut gelungen. Jedes Buch umfaßt einen zeitlichen Abschnitt. Das kam an. Und ich freue mich auch schon auf die Fortsetzung der CHARR-Reihe. Also nichts gegen die Subserien.
Das wollte ich nur noch mal erwähnen.
Macht weiter so, meint mit freundlichen Grüßen,
Matthias Scharf

Lieber Matthias,
auch die erste Sechserstaffel von Sternendschungel Galaxis bot eine zusammenhängende Story – und die alten RD-Heftromane sowieso. Selbstverständlich kann man Geschichten mehr oder weniger abgeschlossen schreiben – Der Mysterious ist dafür wirklich ein gutes Beispiel. Aber auch die von Dir erwähnten ersten sechs CHARR-Bände boten eine zusammenhängende Geschichte. Wenn ich Sternendschungel Galaxis als einen guten Einstieg in den RD-Kosmos empfehle, meine ich damit natürlich nicht irgendeinen der mittlerweile zwölf Bände, sondern jeweils eine komplette Sechserstaffel. Ren Dhark hat sich eigentlich schon immer durch einen recht komplexen Handlungsrahmen ausgezeichnet, und ein zusammenhängendes Abenteuer im Umfang von sechs Paperbacks zu schreiben, halte ich nicht für übertrieben. Du schreibst ja selbst, daß die Serie sehr gut ankommt – und dann können wir eigentlich nicht allzuviel falsch gemacht haben.

Hartmut Schulze (haschulze@arcor.de) setzt die im letzten Monat angestoßene Diskussion fort:

Hallo Herr Breuer,
ich möchte mal hypothetisch die Belastung des Intervalls nachrechnen. Dafür brauche ich: das Volumen des Flash und sein Eigengewicht, das Volumen des Flash mit Intervallfeld, das Volumen der POINT OF und ihr Eigengewicht, das Volumen des Doppelintervalls, die Intervallbelastung (%) in einem »normalen« Planetenkern (7000 kg/m3)
Bitte um die Daten.
Zum Thema »Mix-3«: Ich bezog mich tatsächlich auf die Heftserie und nicht auf das »Plagiat« (bin Jahrgang 1951, kontinuierlicher PR-Leser seit Band 100). Den Karo-Schutzschirm kann man ja nach Band 10 nicht mit Mix-3 kurzschließen, weil der nur da existiert, wo er belastet wird. Wenn die Projektoren umgepolt oder blockiert oder kurzgeschlossen werden, schaltet das Ding wahrscheinlich ab. Mix-3 und Raptor sind nach Kurt Brands Schilderungen nicht verwandt. Gibt’s da noch Originalerklärungen?
Die Sache mit den Synties fand ich ganz toll. Danke, daß Ihr nicht auf die Idee gekommen seit, die Synties den Wasserstoffballon bei einer Transition auf die andere Seite der Sonne im Hyperraum verlieren zu lassen (der dabei in den Sonnenkern geplumpst wäre).
Die Synties sind eigentlich nicht zu beneiden: In einer Sekunde verbraucht die Sonne 700 Millionen Tonnen Wasserstoff, also pro Jahr 2,2 x 10 hoch 16 kg. Kriegen die Erschwerniszulage? 1% davon sind etwa 200 Milliarden Tonnen, also einige LKW voll. Ganz simpel wäre natürlich gewesen, wenn die Synties sich zu einer Fresnell-Linse formiert hätten und sich zwischen Sonne und Erde geschoben hätten, meinetwegen in eine geostationäre Umlaufbahn. Das läuft maximal auf eine Halbschale von 72 000 km Durchmesser hinaus. Dann kämen beträchtlich mehr als die 3 Watt pro Quadratmeter an Energie bei uns an.
Ganz modern wäre, den Nogk-Schirm von innen für Wärmestrahlung gesteuert undurchlässig zu machen - es entsteht ein Treibhauseffekt durch die sinkende Albedo.
Die Lösung, die KI-Roboter auf dem Salter-Planeten von den G-Loorn versklaven zu lassen, ist genial. Für die Grakos absolut logisch. Über die Motive und den evolutionären Nutzen folgen sicher einige Bände...?
Mit freundlichen Grüßen,
Hartmut Schulze


Hallo Herr Schulze,
Flash und POINT OF bestehen aus Unitall, das ein spezifisches Gewicht von 28,45 hat. Ein Flash ist zylinderförmig und drei Meter lang bei einem Durchmesser von anderthalb Metern. Die Wandstärke beträgt rund 5 cm. Bei der Berechnung des Eigengewichtes sollte man etwa zehn Prozent für Einbauten hinzurechnen. Das Intervallfeld umhüllt einen Flash in ca. 40 Zentimetern Abstand.
Die POINT OF hat einen Außendurchmesser von 180 m bei 35 m Ringstärke. Die Schiffswandung ist 50 cm dick, für Einbauten (Maschinen, Decks, Schotts) sollte man etwa 20 Prozent hinzurechnen. Das Schiff verfügt über ein zweifaches Intervallfeld aus je 3000 m durchmessenden Kugeln, die aufeinanderstehen und zu einem Fünftel ineinanderragen.
Ihre Begeisterung für die alte Heftserie in allen Ehren, aber sie ist für die Buchausgabe nicht relevant. Die Heftserie hatte eine ganze Reihe von Fehlern und Schwächen, die in der Buchausgabe eliminiert wurden. Gerade das macht ja ihren großen Erfolg aus. Während von der ursprünglichen Serie 98 Hefte erschienen, könnte man mit dem neugeschriebenen Material momentan 218 Hefte füllen – und es kommen laufend neue hinzu. Das sollte erklären, warum wir es nicht für reizvoll halten, alte Fehler erneut in die Buchproduktion zu übernehmen.

So, das war’s mal wieder für heute! Mehr Leserbriefe in einem Monat. Bis dahin verabschiedet sich mit Bücherwurm-Grüßen
Ihr und Euer Hajo F. Breuer

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