Ren Dhark
     

Hajo F. Breuer

Uwe Helmut Grave

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18. Oktober 2007

Neues aus der RD-Werkstatt
Mit gestrengem Blick

schauen sie mich von allen Seiten an: Julius Elster, Hans Geitel, Max Planck, Pierre und Marie Curie, Otto Hahn, Sir Ernest Rutherford, Sir Joseph John Thomson, Friedrich Oskar Giesel, Henry Becquerel...
Die Intellektuellen unter den Ren Dhark-Lesern (also alle!) wissen selbstverständlich, daß es sich bei jenen Personen um Physiker und Chemiker von internationalem Rang handelt, unter ihnen sogar einige Nobelpreisträger. Spontan fallen einem wichtige Entdeckungen ein: Röntgenstrahlen, Radioaktivität, Radium, Polonium...
Weniger bekannt ist vermutlich, daß Elster und Geitel, welche die Photozelle erfanden und die lichtelektrische Photometrie begründeten, einst in meiner Heimatstadt Wolfenbüttel lebten und wirkten. Die luftelektrische Forschung verdankt den beiden die fundamentale Erkenntnis, daß der elektrische Zustand der Atmosphäre auf einen ständigen Gehalt an freien Ionen zurückgeführt werden kann. Sie sprachen als erste vom Atomzerfall als Erklärung des Strahlenphänomens, und der Begriff „Atomenergie“ stammt von ihnen.
Anfang September 2007 wurde in Wolfenbüttel ein zeitlich begrenztes Erinnerungsprojekt ins Leben gerufen, deren optischer Mittelpunkt eine Ausstellung im Schloß ist. Glanzlichter sind unter anderem einige von Elster und Geitel entwickelte Meßgeräte, rare Originale, die beispielsweise aus Florenz, Davos und Innsbruck beschafft werden mußten. Texttafeln mit Photos runden die Ausstellung ab.
Tagsüber tummeln sich massenhaft Besucher im Ausstellungsraum – nachts sind all die klugen Köpfe auf den Bildern unter sich. Nun ja, so ganz allein läßt man sie nicht; mehrere zuverlässige Nachtwächter behüten die wissenschaftlichen Artefakte im Schichtwechsel. Einer davon bin ich.
In einer von Geisteswissenschaft durchdrungenen Atmosphäre bin ich zu später Stunde von merkwürdigen Geräten umgeben, deren Funktionen ich nur erahnen kann, geheimnisvolle Apparaturen, die manchmal derart unvermittelt knistern und fiepen, daß mir angst und bange wird. Am unheimlichsten sind allerdings die kritischen Blicke der hochgebildeten Forscher, die von den großen Stelltafeln auf mich herabschauen, so als wollten sie mir sagen: >Wir wissen, daß du damals im Physikunterricht auf deiner Schulbank eingenickt bist.<
Der komplette Roman „Tödliches Gift“ – Sternendschungel Galaxis Band 22 – entstand des Nachts in dieser ehrfürchtigen Umgebung. Nur die Sterne schauten mir dabei durchs Fenster zu. Und meine unheimlichen Beobachter. Ob es ihnen gelungen ist, meine Gedanken positiv zu beeinflussen, entscheiden allerdings nicht jene gestrengen Herrschaften, sondern zwei weitaus gnadenlosere Gremien: der Lektor und die Leser. Ein Anruf des Lektors („Ich habe deinen Text gelesen, Uwe, und über diesen gelungenen Scherz herzlich gelacht. Schickst du mir jetzt bitte das richtige Manuskript?“) blieb glücklicherweise aus. Alles weitere entscheidet sich im November, wenn der zweite Teil der aktuellen Sechserstaffel – Band 22 bis 24 – vom HJB-Verlag offiziell der Öffentlichkeit übergeben wird. Dann wünsche ich meinen/unseren Lesern vor allem eins:

Freude am Lesen!
U.H.G.

 
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