Ren Dhark
     
Home
Einstieg
Classic-Zyklus
Drakhon-Zyklus
Bitwar-Zyklus
Weg ins Weltall
Subserien
Lesereihenfolge
Background
Leser
Forum



Leserbriefe
Februar 2007

Manchmal lösen Leserzuschriften Reaktionen bei anderen Lesern aus. So erging es auch Dirk Wichmann (dirk.wichmann@gmx.net), der auf den Brief von Arno Wilhelmy antwortete:

Hallo Arno,
ich habe Deinen Leserbrief heute gelesen und will Dir erst mal spontan dafür danken! Auch ich habe schon die Originalserie vor langer Zeit gelesen. PR hatte ich begonnen, ist mir nach kurzer Zeit langweilig geworden. Ich war hocherfreut, als die RD-Serie fortgesetzt wurde und bin auch fleißiger Abonnent.
Der Bitwar-Zyklus war auch für mich eine Geduldsprobe, und ich war kurz davor, die Bücher einfach wegzulegen ... Landser-Hefte waren noch nie so mein Ding. Nur noch irgendwelche Kämpfe, diese tolle Waffe oder jene... das Ende des Zyklus war dann glücklicherweise recht kurz mit einer netten und wirklich überraschenden Erklärung (ich will Dir den Spaß nicht nehmen).
Der neue Zyklus liegt mir nun schon eher; leider hält die politische Linie »Wir haben Wichtigeres zu tun und können einen unvernünftigen Ren Dhark in keiner Weise unterstützen« an. Irgendwie etwas lächerlich...
Was mich wirklich wieder begeistern konnte, ist aber der Zwischenzyklus »Sternendschungel Galaxis« (Paperback). Hier fühle ich wieder den ursprünglichen Geist der Serie. Kann ich Dir absolut empfehlen.
Schönes Wochenende,
Grüße Dirk


Hallo Dirk,
auch wenn Du Deine Zuschrift »offiziell« an Arno richtest, lese ich natürlich mit. Die Antworten, die ich Arno gegeben habe, gelten sinngemäß auch für Deinen Brief: Ren Dhark muß sich ändern, um überdauern zu können, und Änderungen müssen immer wieder überprüft werden. Deshalb freut mich Dein Lob zu Sternendschungel Galaxis ganz besonders.

Richard Fetzer (poststelle@04152407.schule.bwl.de) macht sich Gedanken über knappe Kassen:

Hallo Herr Bernt,
die Personalkosten der TF – wie groß sind die eigentlich genau? Es gibt da die Schwarze Garde. Die paßt in einen Raumer. Dann gibt es wohl so um die 1000 Schiffe der Ringraumertechnik. Also ich gehe jetzt einmal davon aus, daß die TF 1000 Ringraumer hat. Dann braucht sie dafür 50 000 Besatzungsmitglieder. (Kann ein Ringraumer voll gefechtsfähig nicht von zwei Personen geflogen werden? Dann braucht man bei einer 41stundenwoche für eine Einsatzwoche 4 Besatzungen - 8 Personen). Ich gehe weiter davon aus, daß für die Betreuung von einer Kampfeinheit die dreifache Personalzahl für Infrastruktur nötig ist. Also 200 000 Soldaten. Ich setze voraus, daß Soldaten zukünftig auch nicht besser bezahlt werden als bisher (Hauptmann A 13). Eine solche Armee würde 16,8 Mrd. Euro je Jahr an Personalkosten verschlingen. Der Verteidigungsetat der Bundeswehr hat 28,4 Mrd. Die nahezu pleite Bundesrepublik der Gegenwart könnte also die ganze TF personalkostenmäßig locker verkraften.
Wenn also Trawisheim und seine Regierung so klamm sind, daß sie das Personal nicht zahlen können - dann wird die Besatzung auf das notwendige Maß reduziert. Wozu eine 6fache Überbelegung? Ein zerstörter Ringraumer reißt dann auch 42 Soldaten in den Tod, die auf dem Schlachtschiff im Kampf gar nicht nötig sind. Und Menschen sind verdammt schwer zu ersetzen. Sie brauchen 30 Jahre, bevor sie erfahren genug sind. Und der vernichtete Genpool - hat da nicht ein Führungsoffizier der Schwarzen Garde deshalb gegen geltende Terragesetze verstoßen, um über den Tod hinaus Gene zu sichern?
Ihr habt schon die richtigen Ansätze - es wird sicher Ringraumer/Iko-Raumer geben müssen, die wegen Forschungsaufgaben mit 1000 Besatzungsmitgliedern besetzt sind. Nur die werden sicher nur versehentlich in Kampfhandlungen verwickelt werden. Die Regel bei Kampftruppen ist, daß die Besatzung zwar bedienen kann, aber nicht grundlegend reparieren. Dafür gibt es den Insttrupp. Die Besatzung eines Kampfraumers hat einen Kampfauftrag – da wird kein unnötiger Besatzungsaufwand getrieben - auch um Menschenleben zu schonen.
Man kann sich auch in Zukunft nicht alles leisten. Das funktioniert nur, wie bei allen bisherigen Imperien auch, über Ausbeutung von weniger gut positionierten Mitvölkern. Was dabei herauskommen kann, ist in der E-Science Fiction schon in genügender Weise beschrieben. Da loosen die Terraner ja meist total ab.
Im übrigen dürften die Terraner/Edenianer wohl über die besten Haushaltsgeräte, Familienfahrzeuge, Unterhaltungselektronikteile der Galaxis verfügen. Warum verkauft man die nicht an Utaren, Tel, Rateken und die anderen vielen Völker? Handel schafft Reichtum und eben auch Steuereinnahmen.
Im übrigen bin ich der Meinung, daß eine funktionierende Ringraumerwerft auf einer von Fremdintelligenzen besetzten Welt nichts zu suchen hat.
Gruß,
Richard Fetzer

Hallo Herr Fetzer,
Ihren Ausführungen muß einiges hinzugefügt werden. Ja, ein moderner Ringraumer läßt sich von zwei Personen fliegen, aber dann laufen sämtliche Prozesse vollautomatisch ab. Entscheidende Eingriffe des Menschen wie beispielsweise über die Waffensteuerungen sind dann nicht mehr möglich. Deshalb liegt die »optimale Mindestbesatzungsstärke« bei 50. Bei Ihrer interessanten Berechnung haben Sie übrigens nur die Kosten für die fliegenden Verbände berücksichtigt. Aber auch im Jahr 2065 braucht man zahlreiche Soldaten für planetengebundene Einsätze. Darüberhinaus hat die Menschheit unendlich viel Geld ausgeben müssen für den notwendigen Aufbau nach Beendigung der Besetzung durch die Giants – und die Umsiedlung nach Babylon dürfte noch teurer werden. Wie unpopulär vor diesem Hintergrund Ausgaben für das Militär sind, brauche ich Ihnen nicht zu erläutern – und ebenfalls nicht die Tatsache, daß Politiker, die demokratisch gewählt werden wollen, nichts mehr scheuen als unpopuläre Maßnahmen und Ausgaben.

Ein kurzer, knapper Brief erreichte uns von Karsten Metzler (karsten_metzler@web.de):

Sehr geehrter Herr Bernt,
auch ich habe schon etliche Ren Dhark-Bücher gelesen. Die Ren Dhark-Autoren möchten bitte im nächsten Buch die Rätsel um die Balduren und um die ganzen goldenen Riesenstatuen lösen.
Vielen Dank im voraus. Mit freundlichen Grüßen,
Karsten Metzler


Sehr geehrter Herr Metzler,
ich erlaube mir eine Antwort auf Ihren Brief an den Verleger, dessen Zustimmung ich mir gewiß bin: Wir werden Ihrer Aufforderung nicht nachkommen. Ich bitte um Ihr Verständnis. Das nächste Buch behandelt andere Themen.

So, das war’s mal wieder für heute! Mehr Leserbriefe in einem Monat. Bis dahin verabschiedet sich mit themenstarken Grüßen
Ihr und Euer Hajo F. Breuer

Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe bei einer Veröffentlichung sinnwahrend zu kürzen.

Senden Sie Ihre Leserbriefe an hjb@bernt.de

 
www.ren-dhark.de
Kontakt & Impressum