Ren Dhark
     
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Drakhon-Zyklus - Band 20
Im Zentrum der Macht

Erster TeilZweiter Teil


Zum Inhalt: Ren Dhark steht unmittelbar davor, das Geheimnis der Mysterious zu lüften, als er in den nicht minder geheimnisumwobenen Tiefen einer fernen Galaxie auf den "Heerzug der Heimatlosen" (Titel von Band 19) trifft. Seit Jahrhunderten treibt diese Raumschiffarmada der Vertriebenen in einem perfekten Tarnschutz durchs All. Für einen begrenzten Zeitraum schließt sich die POINT OF den verschiedenen, teils recht außergewöhnlichen Fremdvölkern an. Und der Commander der Planeten schickt ein ganz besonderes Besatzungsmitglied aus, um den Heerzug zu erkunden...


"Nimm die Finger von mir, Obe-ebo! Sonst breche ich sie dir! Alle zehn - und danach kommt die andere Hand an die Reihe."
Mit ihren chamäleonartigen Augen musterte die Vier-Zentner-Frau den schmächtigen Kerl, der neben ihr an dem klobigen Metalltresen Platz genommen hatte, von oben bis unten. Ihr halsloser Kopf bewegte sich dabei keinen Millimeter.
Der Angesprochene grinste längs - sein Mund stand senkrecht in seinem Gesicht. Genau wie seine Augenhöhlen. Die Lider öffneten sich zur Seite weg nach außen hin. Von hinten hätte man ihn für einen schlaksigen Terraner halten können.
Die Dicke hatte nur bedingt menschliche Maße. Ihre muskulösen Arme reichten ihr bis zu den Füßen. Obwohl ihre beiden Beine die Ausmaße von Elefantenstampfern hatten, hatte sie beim Gehen oftmals Mühe, ihre Körpermasse im Gleichgewicht zu halten. Zum Ausgleich stützte sie sich meist mit einer Hand am Boden ab.
Augenblicklich war das nicht nötig, weil sie saß. Ihr Sitz war eine besonders stabile Spezialanfertigung. Cim-mic, der Wirt, hatte ihn extra für sie an der Theke aufgestellt. Niemand anderer dufte dort sitzen, sonst gab es Ärger mit ihr. Und wenn eine Muuu so richtig zornig wurde...
"Was hast du nur gegen mich, Lakkkap?" versuchte Obe-ebo erneut, bei ihr zu landen, wobei er zärtlich ihre mächtigen Schultern streichelte. "Wenn du mich erst näher kennenlernst, wirst du feststellen, daß ich gar nicht so übel bin."
"Wir beide gehören nicht zur gleichen Art", machte die Muuu ihm klar. "Du bist ein Namm!"
"Na und? Nichts in diesem Universum ist vollkommen. Ein Namm und eine Muuu könnten durchaus miteinander harmonieren, wenn sie offen sind für gewagte Experimente. Ich stehe auf starke Frauen. Beim Anblick deiner wohlgeformten Rundungen kann ich kaum noch an mich halten. Du bist ein Rasseweib, Lakkkap, daran ändert auch der häßliche Lumpen nichts, den du trägst. Zugegeben, du bist nicht mehr die Jüngste, gemessen an der durchschnittlichen Lebenserwartung eures Volkes..."
Das hätte er besser nicht gesagt. Lakkkap rammte ihm ihre beiden rechten Ellbogen mit einer derartigen Wucht gegen die hohe haarlose Stirn, daß er reglos von seinem Sitz kippte.
Cim-mic war ebenfalls ein Namm, und auch er stand auf korpulente Weiblichkeit. Dennoch hatte er bisher darauf verzichtet, Lakkkap Avancen zu machen. Eine kluge Entscheidung, wie sich jetzt herausstellte. Obe-ebo war tot, seine senkrechten Augenschlitze hatten sich für immer geschlossen.
Der Wirt kam hinter der Theke hervor und ergriff seinen leblosen Artgenossen unter den Armen.
"Faß mal einer mit an!" rief er den Leuten am Tresen zu.
Die anderen Gäste, die verschiedenen Völkern angehörten, kümmerten sich nicht um den Vorfall und blieben dickfellig sitzen oder stehen. Ein Toter mehr oder weniger, darauf kam es hier nicht an. Im übrigen gab es genügend Namms unter den Büßern.
Lakkkaps Tod hätte möglicherweise für ein klein bißchen mehr Aufregung gesorgt, zumindest hätte man ihr einen mitleidigen Blick spendiert, denn sie war die letzte ihres Volkes - die einzige Muuu, die es in der Heimatlosen-Flotte noch gab. Ein schrecklicher Virus hatte vor langer Zeit alle ihre Angehörigen dahingerafft. Aufgrund einer Laune der Natur hatte sie als einzige Immune überlebt. Allein auf dem großen Schiff hatte sie damals nicht bleiben wollen, daher war sie zu den Büßern gestoßen.
"Nun packt schon mit zu!" verlangte Cim-mic erneut von seinen Gästen. "Wir müssen ihn in den Knochenshredder werfen. Oder sollen ihn die Denunzianten bei mir finden? Die machen mir den Laden sofort dicht, dann könnt ihr künftig zusehen, wo ihr euren Fusel herkriegt!"
Bei Cim-mic konnte man diverse Sorten von Rauschmitteln bestellen, in flüssiger Form, als Pille oder Pflanze, zum Trinken, Einnehmen, Inhalieren... Was er nicht hatte, besorgte er, so lange man ihn gut dafür bezahlte - in der einzigen Geldwährung, die von den Büßern akzeptiert wurde: Doke. Den Doke gab es nur als Schein, nicht als Münze. Weil seine zumeist ärmlich gekleideten Gäste nur selten gut bei Kasse waren, akzeptierte der Wirt notfalls auch andere Tauschmittel, beispielsweise Naturalien oder bestimmte Dienstleistungen.
Geld war ihm jedoch am liebsten. Auf welche Weise es beschafft wurde, war Cim-mic egal, Hauptsache, es landete letztendlich bei ihm. Unangenehme Fragen stellte er nie. Umgekehrt verlor er nie ein Wort darüber, woher er seine Waren bezog; er hatte seine Quellen.
Das Deck, auf dem Cim-mic seine Drogenbar eingerichtet hatte, war einstmals eine Raumschiffzentrale gewesen. Die Besatzung hatte das marode Schiff vor etwa zweihundertfünfzig (terranischen) Jahren aufgegeben, um auf ein anderes überzuwechseln. Die meiste Technik hatte man beim Umzug ausgeschlachtet oder unbrauchbar gemacht.
Der größte Teil der Einrichtung hatte aus Platzgründen zurückbleiben müssen. Jetzt dienten die Blenden der ehemaligen Schaltpulte als Theke, und die Sitze der Offiziere an den Kontrollanzeigen als Barhocker. Aus Schrotteilen hergestellte Stehtische verteilten sich über den ganzen Raum. In der einstigen Waffenkammer hatte der Wirt sein Warenlager eingerichtet.
Einen Namen hatte er seiner Bar nie gegeben, weil sie offiziell gar nicht existierte.
Anfangs war das Geschäft nur mäßig angelaufen. Die meisten Büßer waren Einzelgänger, die sich ungern einem Gruppenzwang unterordneten. Mittlerweile hatte sich das "Namenlos" jedoch zu einem begehrten Treffpunkt entwickelt. Man konnte sich auf der ehemaligen Kommandobrücke entweder in Gesellschaft den Verstand zudröhnen oder sich dafür in einen der Nebenräume zurückziehen.
"Cim-mic hat recht!" ergriff jetzt ein Gast das Wort und stellte sein Glas, in dem ein übelriechendes Gebräu brodelte, auf einem der Stehtische ab. "Die Leiche muß schleunigst verschwinden, bevor die Denunzianten auf ihrem Kontrollgang..."
"Kontrollgang?" unterbrach ihn ein anderer Gast, der sich am selben Tisch aufhielt. "Als sie beim letztenmal im Elysium herumschnüffelten, erlitt einer von ihnen einen ,bedauerlichen Unfall'. Seither halten sie sich von uns fern."
Beide gehörten derselben Spezies an - dem Volk der Ivel. Sie waren humanoid und in etwa so groß wie ein erwachsener Mensch oder Tel. Ihre ebenmäßigen Körper waren von einer rotschimmernden, leicht öligen Haut überzogen. Kleidung war bei ihnen nicht üblich, sie waren völlig nackt. Spezifische Geschlechtsmerkmale waren mit bloßem Auge nicht erkennbar, zumindest nicht für Angehörige fremder Völker. Die Ivel untereinander wußten natürlich immer, ob sie eine Frau oder einen Mann vor sich hatten.
Einer der beiden Ivel blieb wo er war, der andere half dem Wirt, den Toten hochzuheben. In diesem Moment waren im Zugangstunnel Schritte und Stimmen zu hören. Geistesgegenwärtig warfen Cim-mic und sein öliger Helfer den Leichnam auf den metallenen Bartresen und schoben ihn über den hinteren Rand. Kein leichtes Unterfangen, denn der Knochenbau der hageren Namm war außergewöhnlich schwer. Schwer, aber sehr zerbrechlich.
Hart schlug der Körper des Toten hinter der Theke auf. Irgend etwas zerbrach mit lautem, häßlichen Knacken. Da der Fußboden nicht aus Holz bestand, handelte es sich wohl um Obe-ebos Rippen.



Kurz darauf betrat ein Trupp Uniformierter das Deck.
Die multikulturelle Polizeigruppe bestand aus Angehörigen verschiedener Völker. Ihre Uniformen waren einheitlich beige. Aufgrund der unterschiedlichen Körperformen handelte es sich jeweils um Maßanfertigungen.
Auf jedes Kleidungsstück war ein Emblem in Form eines aufrechtstehenden Halbkreises genäht worden - ähnlich dem terranischen Großbuchstaben D. Jene Abzeichen befanden sich nicht bei allen Gruppenmitgliedern an der gleichen Stelle, was mit ihrem verschiedenartigen Erscheinungsbild zusammenhing. Man hatte den Halbkreis jeweils dort befestigt, wo er einigermaßen gut zu sehen war.
Dem Truppleiter, der dem Volk der Chilp angehörte, war nicht ganz wohl unter seinen Hautschuppen, als er auf Cim-mic zuging. Sein drittes Auge zuckte unruhig.
Seine bewaffneten Begleiter waren nicht minder nervös. Sie hielten sich im Hintergrund, jederzeit bereit, einzugreifen, wenn es zu einer Auseinandersetzung mit den Büßern kam. Oder zu fliehen, falls die Situation es erforderte. Manchmal war halt ein "taktischer Rückzug" die beste Verteidigung.
"Bitte zeigen Sie mir Ihre Hyperfunkgeräte", forderte der Chilp den Wirt auf. "Ich bin verpflichtet..."
Cim-mic ließ ihn nicht ausreden. "Funkgeräte? Hier bei uns im Elysium? Hyperfunk ist in diesem Teil der Heimatlosen-Flotte ebenso verboten wie der Besitz von Waffen, das wissen Sie doch. Der Saviper Ona Then Grom setzte das Verbot seinerzeit bei einer Ratsversammlung durch - und selbstverständlich haben wir uns gefügt."
Seine Gäste schienen die Polizisten gar nicht zu bemerken. Scheinbar desinteressiert widmeten sie sich ihren Drogen und Gesprächen. In Wahrheit hörten sie der kleinen Unterredung gespannt zu.
"Na, dann ist ja alles in Ordnung", erwiderte der Truppleiter und gab den anderen ein Zeichen. Daraufhin setzte sich die uniformierte Gruppe wieder in Marsch und verließ die provisorische Gaststube auf demselben Weg, auf dem sie gekommen war.
"Wieso wollten die Denunzianten unsere Funkgeräte sehen?" fragte irgendein Gast verwundert in die Runde.
"Um sie zu konfiszieren, nehme ich an", vermutete die Muuu. "Hängt wahrscheinlich mit dem kürzlich erfolgten Schwerkraftausfall und den anderen unerklärlichen Vorfällen zusammen. Man erzählt sich, irgendwer habe versucht, die Zyzzkt auf unsere Flotte aufmerksam zu machen."
"Verstehe", entgegnete der Wirt. "Wann immer innerhalb des Heerzugs ein Verbrechen geschieht, sucht man zuerst bei uns nach den Schuldigen."
"Logisch", meinte der Ivel. "Meistens waren wir's doch."
Er lachte, als hätte er einen guten Witz gemacht, und die übrigen Anwesenden stimmten grölend, glucksend oder fiepend in das Gelächter ein.
"Hört ihr das?" sagte im Tunnel einer der Polizisten zu seinen Kameraden und blieb stehen. "Sie lachen uns aus. Erst ignorieren sie uns, als wären wir gar nicht vorhanden, und nun verspotten sie uns. Wir sollten zurückgehen und uns Respekt verschaffen, indem wir den gesamten Bereich gründlich durchsuchen und jeden festnehmen, der uns verdächtig erscheint."
Er war ein Luware und neu in der bunt zusammengewürfelten Polizeigruppe.
"Wenn wir das tun, bricht innerhalb unserer Flotte der erste Bürgerkrieg aus", prophezeite ihm der Truppleiter.
"Ach was, ihr habt doch nur Angst vor denen!" knurrte der Luware. "Dabei sind wir ihnen überlegen, schließlich haben wir Waffen und sie nicht."
"Glaubst du das wirklich?" merkte ein seltsam verformtes Truppmitglied vom Volk der Penst an. "Hätten wir da drinnen zu unseren Strahlenpistolen gegriffen, wären wir nicht mehr lebend aus diesem verfallenen Schiff herausgekommen. Jeder einzelne von ihnen hatte mit Sicherheit eine verborgene Waffe bei sich. Die Büßer sind wahre Meister im Organisieren und Verstecken."
"Ein Grund mehr, die ganze Bande festzunehmen", meinte der Luware. "Außerdem können wir ihnen garantiert noch einen Mord hängen. Wenn wir uns beeilen, ertappen wir sie auf frischer Tat bei der Beseitigung des Opfers. Ihr wißt, wovon ich rede, nicht wahr? Ganz sicher bin ich nicht der einzige, der das Paar Namm-Füße gesehen hat, das hinter dem Tresen hervorlugte."
"Ist auch mir nicht entgangen", räumte der Chilp ein. "Offensichtlich schläft dort ein trunkener Gast seinen Drogenrausch aus. Geht uns nichts an."



Der Heerzug der Heimatlosen war eine gigantische Flotte von Raumschiffen unterschiedlichster Formen und Farben, erbaut und bewohnt von mehreren Tausend verschiedenen Völkern. Die Schiffe bewegten sich synchron mit der gleichen Geschwindigkeit in die gleiche Richtung - unterlichtschnell und antriebslos, nur vom Bewegungsimpuls vorangetrieben.
Die meisten Raumer waren miteinander verbunden, andere konnten bei Bedarf miteinander verbunden werden. Es gab feste röhrenförmige oder auch flexible schlauchartige Verbindungen, die von einem Schiff zum nächsten führten, manchmal auch zu mehreren Schiffen zugleich - ein Netz, das auf den ersten Anschein total verworren erschien, das aber mit System angelegt worden war. Durch die Röhren und Schläuche bildeten die Raumschiffe so etwas wie einen festen Verbund. In erster Linie dienten sie allerdings als Übergänge, Wege von Schleuse zu Schleuse, so daß man mühelos von einem Raumschiff zum anderen gelangen konnte. Vereinzelt waren auch Transmitter vorhanden.
Die gesamte Flotte wurde von einem riesigen, grobmaschigen drahtähnlichen Metallkokon eingeschlossen, wodurch es fremden Schiffe nicht möglich war, den Heerzug zu orten.
Überwiegend wurde innerhalb der Flotte worgun gesprochen, die Sprache der Mysterious, welche in der Galaxis Orn allgemeiner Standard war. Ein paar Völker legten zusätzlich sprachlichen Lokalpatriotismus an den Tag.
Für mich stellte das kein Problem dar. Dank meiner unübertrefflichen Lernfähigkeit, meiner aufnahmefähigen Speicher und meines eingebauten hypermodernen Translators, der in der Lage war, selbst die fremdartigsten Töne in halbwegs brauchbares Angloter umzusetzen, konnte ich mich bestens verständigen.
Meist geschah dies auf worgun, weshalb ich den Translator kaum einsetzen mußte. Die Mysterioussprache war mir derweil genauso vertraut wie Ren Dhark. Auch die übrigen Terraner beherrschten sie inzwischen, hatten dafür aber auf Terra Nostra Mentcaps einnehmen müssen, Hilfsmittel, die ich glücklicherweise nicht benötigte.
Mittlerweile war meine "Lernwanderung" schon ziemlich vorangeschritten. Über Verbindungsröhren und -schläuche hatte ich verschiedenen Raumschiffen einen Besuch abgestattet und mich mit den merkwürdigsten Lebewesen unterhalten. Ausnahmsweise war ich schwer beeindruckt. Die Existenz fremder biologischer Intelligenzen war mir durchaus bewußt, aber auf eine derartige Vielfalt war ich nicht vorbereitet gewesen. Offensichtlich kannte die Natur in ihrer "Schöpfungswut" keine Grenzen.
Auf den schlanken, plumpen, scheibenförmigen, kugeligen, zylinderartigen, kubusgeformten, pyramidalen, teils bizarren alten und hochmodernen Raumern und Raumgiganten traf ich auf Sauerstoffatmer, einstige Wasserplanetenbewohner sowie Flüchtlinge von Wasserstoff- und Chlorwelten. Einige Kreaturen mußten außerhalb ihrer Schiffe Druckanzüge tragen, andere konnten nur in schwebenden Aquarien überleben. Mir begegneten pflanzliche Intelligenzen mit großen Blättern, den Giants ähnliche Raubtierwesen, die orange-gelb-beschuppten dreiäugigen Chilp, die zweiköpfigen tentakelbewehrten Saviper, die Namm mit ihrer senkrecht verlaufenden Physiognomie, die nackten Ivel-Rothäute, die sechsfingrigen Luwaren oder die sauerstoffatmenden Tarr, deren Eigennamen für Terraner unaussprechlich waren. (Nicht für mich!) Letztere verließen ihre Raumschiffe nur mit Spezialatemgeräten, welche ein zusätzliches Gasgemisch enthielten.
Bei meinen Stippvisiten auf den fremden Raumern gab ich mich meistens von vornherein als lebendes, denkendes Wesen zu erkennen. Dadurch kam ich mit den Besatzungsmitgliedern leicht ins Gespräch. Manchmal zog ich es allerdings vor, den toten Roboter zu mimen, der sich aufgrund einer Fehlprogrammierung in dem Gewusel von Schläuchen und Röhren verlaufen hatte. Dann "irrte" ich ziellos durchs Schiff und belauschte so ganz nebenher die interessantesten Privatunterhaltungen.
Selbstverständlich war ich nach wie vor stolz darauf, bislang die einzige Maschine des uns bekannten Kosmos zu sein, die über Gefühle und einen echten Verstand verfügte. Dennoch mußte ich anerkennen, daß nicht nur ich etwas Einmaliges, etwas ganz Besonders war. Jede Spezies war eine Einmaligkeit für sich. Wer all diese verschiedenartigen Lebewesen einst erschaffen hatte, war zweifelsohne ein Meister seines Fachs.

Weiter mit Teil 2

 
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