Ren Dhark
     


Uwe Helmut Grave
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Unter Freunden
Treffen der Ren Dhark-Macher im Oktober 2007

Erster Teil – Zweiter TeilBilder

Ich stand auf dem Balkon eines Saarbrückener Hotels, in einer lauen Julinacht 2007, schaute zum klaren Sternenhimmel empor, kippte eine Restpfütze viel zu warmes, schales Bier aus einem Pappbecher in mich hinein...
... und wußte (!) plötzlich, daß ich soeben den letzten Schluck Alkohol in meinem Leben getrunken hatte.
Diese spontane Eingebung blieb meinem persönlichen Umfeld natürlich nicht lange verborgen, und da ich sie nicht logisch erklären konnte, schlug mir zunächst einmal Mißtrauen entgegen. Was war los mit dem Mann, der sechsunddreißig Jahre lang keine Gelegenheit ausgelassen hatte, sich mit Bier, Wein oder Whisky das Leben schön zu trinken? Hatte er einen seelischen Zusammenbruch erlitten? Besuchte er heimlich Treffen der Anonymen Alkoholiker? Als ich Wochen später auch noch meinen übermäßig hohen Kaffeekonsum einstellte und anfing, schwarzen Tee zu trinken, stand für jedermann fest: Der arme Kerl hat eine tödliche Krankheit. Das Ausbleiben sämtlicher Symptome (mir ging es unverschämterweise von Tag zu Tag besser) erklärte man sich so: „Er ist überaus tapfer und läßt sich nichts anmerken – wahrscheinlich leidet er daheim im stillen.“ Der ursprüngliche Argwohn hatte sich nun in Mitleid gewandelt. Aber fehlte da nicht noch etwas...?
Ich mußte erst ins Allgäu reisen, in einen kleinen Ort namens Oy, um dieses Etwas zu finden.
„Tannenhof“ hieß das anheimelnde Allgäuer Hotel, in dem wir uns von Freitag, den 26. Oktober bis Sonntag, den 28. Oktober 2007 verabredet hatten. Wir, das waren der Ren Dhark-Verleger Hansjoachim Bernt, der Ren Dhark-Herausgeber und Exposéautor Hajo F. Breuer, die Ren Dhark-Romanautoren Konrad Schaef (alias Conrad Shepherd), das kölsche Urgestein Achim Mehnert und meine Wenigkeit Uwe Helmut Grave sowie „der Herr des Ren Dhark-Lexikons“ Stephan Maria Breuer. Thomas Ziebula (alias Jo Zybell) blieb diesmal aus privaten Gründen daheim, und Alfred Bekker war mittlerweile aus unserem Team ausgeschieden. Bekanntlich wird in einer Welt, in der geschieden wird, auch geehelicht – daher hatte der Verlag noch einen „Heiratskandidaten“ eingeladen: Jan Gardemann. Einen Namen als Spannungsromanautor hat er bereits, vielleicht macht er sich ja bald auch einen als Ren Dhark-Abenteuerromanautor.
Da der Verleger ein Familienmensch ist, durften wir selbstverständlich unsere „besseren Hälften“ mitbringen – er selbst reiste mit seiner Frau und seiner Tochter Vanessa an. Hajo, Konrad und ich machten von dieser sympathischen Regelung Gebrauch. Daß ich unsere Ehefrauen hier nur am Rande erwähne, ist keine Unhöflichkeit, doch ich kann nur über das berichten, was ich persönlich erlebt habe – sprich: Wir Ehemänner waren weder auf einer Shoppingtour noch auf einem Sonnenspaziergang mit dabei, schließlich mußten wir arbeiten. Von meiner eigenen Frau weiß ich lediglich, daß sie sich Kempten angeschaut hat; oder aber sie hat mich angeschwindelt und die willkommene Freizeit genutzt, um sich heimlich mit einem gutaussehenden Liebhaber zu treffen, was allerdings ziemlich unwahrscheinlich ist, weil sich sämtliche attraktiven Kerle dieses Planeten im Konferenzraum des Hotels aufhielten, um die Story von Ren Dhark weiterzuentwickeln.  
Die Konferenz an sich kann ich ebenfalls nur kurz abhandeln, da alle Details der strikten Geheimhaltung unterliegen. Jeder Teilnehmer hatte sich bereits vorab Gedanken über die Fortführung der Serie gemacht, so daß wir zahlreiche Ideen zum Ablehnen und Verreißen zur Verfügung hatten. Bei unserem gegenseitigen Phantasieaustausch ging es jedenfalls heiß her. Die Köpfe der dharkerfahrenen Macher rauchten nur so, und selbst „der Neue“ brachte viele gute Anregungen ins Spiel. Bei der ersten Pause räumte Hajo Breuer erschöpft ein: „Mit einem derartigen Ideenansturm habe ich nicht gerechnet. Habt ihr heimlich Mentcaps eingenommen?“ (Anmerkung für Nicht-RD-Leser: Dabei handelt es sich um wissenssteigernde Pillen.)
Wie schon gesagt, verraten darf ich nichts – aber ein paar wenige, die Neugier erweckende Hinweise seien mir gestattet: Schon bald werden die Leser erfahren, was es mit dem gelben Anstrich der Raumschiffe des Geheimen Imperiums auf sich hat und wer sie steuert – Stichwort: Angstbeißer. Die Überwindung der Schranke um Orn wird in Angriff genommen. Das vielseitige „Porozol“ wurde nicht in den Sternendschungel-Paperback-Bänden zu den Akten gelegt, es taucht nun auch in der Hardcover-Buchserie auf. Die Ehefrau eines bekannten Romanhelden löst sich aus ihrer passiven Nebenrolle und bekommt einen ansehnlichen Hauptpart. Die Wächter sind wieder da! (Auch Simon!) Und ein uraltes Volk, das nach einem einzigen Abenteuer im Drakhon-Zyklus scheinbar in der Versenkung verschwand, wurde nicht etwa vergessen – es wartete lediglich auf seinen Großauftritt, den es jetzt bekommt. Die Abenteuer der GSO, mit Ömer Giray und Jos Aachten van Haag...

Weitere Informationen gibt es im zweiten Teil, versprochen.

 
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