Ren Dhark
     
Nina Morawietz
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Nina Morawietz
Auf verschlungenen Pfaden zu REN DHARK


Dass ich eines Tages in die Unterhaltungsbranche gehen würde, stand für mich schon ziemlich früh fest. Mein erstes »Buch« schrieb ich in den 1990ern mit etwa sieben Jahren – natürlich am PC, weil richtige Autoren das ja so machen. Mir schwebte ein epischer Abenteuerroman mit viel Action, Eifersucht und Mord vor. Mit dem Ein-Finger-Suchsystem brauchte ich etwa zwei Wochen, täglich eine Stunde, um dieses Meisterwerk zu tippen. Es umfasste eine halbe DIN-A4-Seite. Um keinen Ärger zu bekommen, kürzte ich anschließend alle Action-, Eifersuchts- sowie Mordszenen weg. Das »Buch« schrumpfte damit auf eine Viertelseite: Leute gehen in den Urwald, finden einen Schatz, freuen sich, Ende. Nachdem ich die Zettel ausgedruckt und an die Nachbarn verteilt hatte, verlor ich schlagartig das Interesse an der Schriftstellerei, denn ich wollte meine Zeit nicht für irgendeinen uninspirierten Mist verschwenden, den außer Mama, Papa und der Lehrerin eh keiner (einschließlich mir selbst) lesen wollte.

Als Kind interessierte ich mich hauptsächlich für die Mumins, Sachbücher und Horrorfilme, später für relativ unkitschige Fantasy, in meiner Jugend für actionreiche Schwulenromanzen und schließlich für Thriller. Seit 2012 lese ich verstärkt auch Science-Fiction, nachdem mir zufällig »Picknick am Wegesrand« von den Strugatzki-Brüdern in die Hände gefallen ist. Momentan wälze ich mich jedoch primär durch das »Historical Romance«-Genre. Ganz ehrlich, es gibt nichts Witzigeres.

2005 und 2006 zeichnete ich für eine Anthologie des Verlags Schwarzer Turm zwei Kurzcomics. Erstmals hatte ich seit dem oben genannten 1-Seiten-Buch-Desaster ein Projekt umgesetzt, das mich zumindest inhaltlich halbwegs interessierte. Es blieb bei diesem kurzen Ausflug. Zeichnen dauert einfach viel zu lange, um Ideen umzusetzen, und wirklich gut war ich nie.

Durch meine breit gestreuten Interessen wusste ich lange Zeit nicht, ob sich das Schaffen von Inhalten überhaupt für mich lohnen würde. Die wenigsten Verlage haben genreübergreifende Romane im Programm. Was sollte ich also anbieten? Auf welches Genre sollte ich mich spezialisieren?

2006/2007 tippte ich aus dem Stegreif meinen ersten richtigen Roman mit rund 600.000 Zeichen – exklusiv für meine eigene digitale Schublade. Es handelt sich um einen Fantasy-Thriller. In den Folgejahren schrieb ich ihn mehrfach neu – ebenfalls für die Schublade.

2008 kam ich zufällig im Comicforum mit Hajo F. Breuer in Kontakt, der mir anbot, an REN DHARK mitzuwirken. Damals war ich 21 Jahre alt und arbeitete in einem Reisebüro, um mir mein Kunststudium zu finanzieren. Eigentlich hatte ich den Traum vom Autorendasein längst nicht mehr auf dem Schirm. Trotzdem akzeptierte ich Hajos Angebot. Wenn sich eine Chance bietet, sollte man sie doch ergreifen, oder? Außerdem hatte mir das, was ich von REN DHARK gelesen hatte, gut gefallen.

In den ersten Jahren lastete ein enormer Druck auf meinen Schultern – vermutlich selbst produziert –, denn ich bemühte mich ständig, irgendwelchen abstrakten Anforderungen zu genügen, von denen ich nicht einmal wusste, ob sie überhaupt existieren. Ich hatte nicht den leisesten Schimmer, ob den teils langjährigen REN DHARK-Fans überhaupt gefiel, was ich da schrieb. Nachdem die Sternendschungel-Galaxis-Reihe mit Band 54 ihren Abschluss fand, beendete ich meine schriftstellerische Laufbahn vorerst, um mich voll meinem Kommunikationsdesign-Studium widmen zu können.

2011 beschloss ich, am deutschsprachigen NaNoWriMo (National Novel Writing Month) teilzunehmen, brach jedoch nach einigen zehntausend Zeichen ab, weil mir das Drauflostippen nicht lag. Zufällig stieß ich einige Monate später wieder auf den Text und stellte erstaunt fest, dass er sich nicht ganz so schlecht las wie gedacht. Ich schrieb ein Exposé und überarbeitete das Manuskript. Anschließend überarbeitete ich es wieder und wieder und wieder. Mittlerweile (2016) ist die Rohfassung fast fertig. Es handelt sich um ein SF-Psychrothriller-Drama, meine persönliche kleine Spielwiese. Ob der Roman je fertig wird, weiß ich nicht; ich schreibe nur sporadisch daran.

Ende 2014 trat überraschend Ben B. Black an mich heran und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, wieder Teil des REN DHARK-Teams zu werden. Ich sagte sofort zu. Durch den zeitlichen Abstand und meinen »Selbstfindungsprozess« wirkte REN DHARK plötzlich nicht mehr so überwältigend auf mich wie damals mit 21, obwohl das Autorenlexikon zwischenzeitlich ordentlich an Umfang zugelegt hatte. Anstatt mich irgendwie als Autor beweisen zu wollen, erzähle ich jetzt einfach Geschichten aus dem REN DHARK-Kosmos – und zwar welche, die ich auch selbst lesen würde. Zudem bietet REN DHARK ein breites Spektrum an Themen, die mich schon immer interessiert haben, beispielsweise Abenteuer, Action, Entdeckungen, Kommunikation, Konflikte.

Wohin auch immer mich dieser Weg in Zukunft noch führen mag, ohne REN DHARK, Hajo F. Breuer und nun auch Ben B. Black wäre ich nicht dort, wo ich heute bin. Ich freue mich, mit großartigen Autorenkollegen zusammenarbeiten zu können, und hoffe, dass wir gemeinsam noch viele unterhaltsame REN DHARK-Abenteuer erschaffen werden.

 
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